Die Inseln der Azoren

São Miguel

 Sao Miguel Azoren

 

 

 

 

 

 

                   

                                                                      37°48'N 25°28'W 

São Miguel („Sankt Michael") ist angesichts der Größe (745 qkm), Einwohnerzahl (133.000) und Wirtschaftskraft die Hauptinsel der Azoren. Ihrem üppigen subtropischen Grün verdankt die Insel den Beinamen „Ilha Verde" (Grüne Insel). Die landschaftliche Vielfalt macht São Miguel ideal für ein erstes Kennenlernen des Archipels: waldreiche Gebirge, gewaltige Kraterkessel mit stillen Seen, liebliches Hügelland mit saftigen Wiesen und Feldern, und grandiose Küsten, an denen malerische Dörfer und historische Städtchen liegen. Die Küsten fallen vielfach steil und felsig zum Meer hin ab; die Nordküste ist dabei etwas rauer und schroffer als die eher liebliche, stellenweise fast mediterran wirkende Südküste, an der auch einige schöne Sandbuchten liegen. Brodelnde Fumarolen und heiße Quellen im Tal von Furnas zeugen von den vulkanischen Urgewalten. Die geschäftige Hauptstadt Ponta Delgada besitzt eine schöne Altstadt, die ganz in den Farben schwarz und weiß gehalten ist.

 

 

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Santa Maria

 

Santa Maria Azoren

 

 

 

 

 

 

                                    

                                                                      36°58'N 25°06'W 

Liebliches Hügelland mit verstreut eingetupften Häuschen im Osten, ein kleines Waldgebirge in der Mitte und eine weite, von schier endlosen Steinmäuerchen durchzogene Tiefebene im Westen - Santa Maria (97 qkm) ist eine ruhige, überschaubare Insel. Höchste Erhebung ist der Pico Alto mit 587 m; ansonsten liegt der größte Teil des Landes unter 300 m. Geschützte Meeresbuchten mit hellen Sandstränden verlocken zum Bad in den warmen Fluten des Atlantiks. Dank des relativ trockenen Klimas wirkt die „Sonneninsel" bisweilen mediterran. Auch im Winter ist die südlichste Azoreninsel ein lohnendes Reiseziel, wenn viele Gewächse bereits in voller Blüte stehen und sich die im Sommer ausgedörrte Tiefebene in eine grasgrüne Weidelandschaft verwandelt. Rund 5500 Bewohner zählt Santa Maria, dessen Hauptstadt Vila do Porto am Rande der westlichen Tiefebene liegt. Dort erstreckt sich auch der Flughafen mit seinem riesigen Flugfeld, bis in die 1960er Jahre obligatorischer Zwischenstopp auf der Atlantikroute. Landschaftlich reizvoll ist vor allem die hügelige Osthälfte der Insel mit ihren kleinen Dörfchen und verstreuten Häusern, die zwischen Gärten und Ackerterrassen stehen. Die malerische Bauweise mit großen Schornsteinen geht auf die ersten Siedler zurück, die überwiegend aus Südportugal - dem Alentejo und der Algarve - kamen. Die schlanken, runden Schornsteine auf pyramidenförmigem Unterbau waren einst Küche und Backofen zugleich. Türen, Fenster und Ecken der Wohnhäuser sind farbig eingerahmt und kontrastieren mit den weiß getünchten Wänden. Jede Pfarrgemeinde hatte eine eigene Farbe: Santa Bárbara indigoblau (die billigste Farbe), Santo Espírito grün (die größte und waldreichste Gemeinde benutzte eine seltenere und teurere Farbe), São Pedro ockergelb (wie gold - dies war die Gegend der reichsten Orangenplantagen), Almagreira rot (aufgrund des rötlichen Ockers - almagra -, der hier weit verbreitet ist) und Vila do Porto grau (entsprechend der Farbe des Gesteins). In den dekorativen Ton-Amphoren, die man vor manchen Häusern sieht, wurde ursprünglich Regenwasser als Trinkwasser gespeichert. Früher stand neben jedem Haus ein Trockengestell für Mais, das auf vier Steinpfosten ruhte (burra de madeira genannt). Hängend wurden hier die Kolben getrocknet und den ganzen Winter hindurch gelagert.

 

 

 

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Terceira

 

Terceira Azoren

 

 

 

 


                                         

                                                                      38°43'N 27°13'W

Große Vulkansysteme, deren riesige Kraterränder sich als lang gestreckte Bergrücken (serras) erheben, bestimmen das Landschaftsbild auf Terceira (400 qkm). Das nur schwer zugängliche, unbesiedelte Inselinnere ist eine wilde, merkwürdig unruhige Landschaft. In der Weite des Hochlandes gibt es noch größere urwaldähnliche Bereiche, die mit der typisch azoreanischen Strauchvegetation aus Baumheide, Wacholder und Lorbeer bedeckt sind. In niedrigeren Lagen erstreckt sich sanftes Hügelland mit Viehweiden und Felder, von schier endlosen Steinmäuerchen unterteilt. Hier liegen alle Ortschaften der Insel, die insgesamt 56.000 Einwohner zählt. Eng mit dem Meer verbunden ist die Inselhauptstadt Angra do Heroísmo mit ihrem einstmals bedeutenden Hafen. Terceira ist die Insel der impérios - wohl auf keiner anderen Azoreninsel gibt es so viele, farbenfrohe und phantasievolle Heilig-Geist-Kapellen. Die meisten der rund 70 impérios wurden an der Wende des 19. Jh. zum 20. Jh. erbaut und haben vermutlich aus Holz errichtete, zerlegbare Vorgängerbauten ersetzt.

 

 

 

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Faial

Faial Azoren                                                                                                           38°34'N 28°42'W

Mit traumhaftem Blick auf die Nachbarinsel Pico erhebt sich Faial (abgeleitet von faya, dem endemischen Gagelbaum) sanft aus dem Meer. Ilha Azul - Blaue Insel - taufte sie der Schriftsteller Raul Brandão aufgrund der Hortensienhecken, die entlang von Feldrainen, Weidegrenzen und Wegrändern gedeihen. Gleichmäßig steigen die grünen Hänge zur großen Caldeira in der Inselmitte an. Über den wildromantischen Kraterkessel wacht der Cabeço Gordo, mit 1043 m der höchste Gipfel der Insel. An den Küsten wechseln steile und felsige Abschnitte mit einigen wunderschönen Sandbuchten, die zum Baden einladen. Der Ostteil Faials bietet eine liebliche Landschaft mit sanften Hängen und lang gestreckten Bergrücken, zwischen denen sich freundliche Ortschaften ausbreiten. Rund 15.000 Einwohner hat die 173 qkm große Insel. Von der Caldeira nach Westen verläuft eine Kette kleinerer Vulkankegel, das geologische Rückgrat der Insel - eine grüne, nur dünn besiedelte Gegend. Am Ende dieser tektonischen Störungslinie brach 1957/58 der Vulcão dos Capelinhos vor der damaligen Westspitze Faials aus. Nirgendwo auf den Azoren sind die Folgen eines Vulkanausbruchs so eindrucksvoll zu sehen wie hier: aus dem Meer geboren entstand eine graubraune, staubige Mondlandschaft, in der heute die ersten Pflanzen Fuß fassen. Dächer verschütteter Häusern schauen aus der Vulkanasche heraus, die das Land bedeckt, und die Ruine des Leuchtturms ist ein stummer Zeuge der Naturgewalten von einst. Bereits knapp 300 Jahre zuvor hatte ein anderer Vulkanausbruch die Menschen in Angst und Schrecken versetzt: 1672 brach im Nordwesten der Insel der Cabeço do Fogo aus. Während der strombolianischen Eruption, die ganze sechs Monate andauerte, ergossen sich Lavaströme die Hänge hinab. 200 Opfer waren damals zu beklagen. Die lebendige Hauptstadt Horta (gut 6000 Einwohner) war über Jahrhunderte ein wichtiger Hafen für den Schiffsverkehr zwischen Europa und Amerika. Noch heute ist Horta obligatorischer Zwischenstopp für alle Hochseesegler auf der großen Atlantik-Passage. Viele von ihnen verewigen sich an der berühmten Hafenmauer mit einem Bild. Peter Café Sport an der Uferpromenade ist allabendlicher Treffpunkt der Skipper.

 

 

 

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Pico

  Pico Azoren                     



                        

                                                                      38°28'N 28°21'W

Pico („ilha montanha"), die mit 445 qkm zweitgrößte Insel des Archipels, wird von dem gewaltigen namengebenden Vulkankegel beherrscht. Mit 2351 m ist der Pico der höchste Gipfel der Azoren und ganz Portugals. Höhe und Steilheit dieses wahrhaft majestätischen Vulkans, der sanft aus dem blauen Fluten des Atlantiks bis in die Wolken aufsteigt, sind kaum zu erahnen, bis man den ersten Fuß setzt und mit dem Aufstieg beginnt. Die Insel Pico bietet jedoch mehr als den beherrschenden Gipfel, denn das geologische Rückgrat der zweitgrößten Azoreninsel setzt sich weit nach Osten hin fort. Hier reiht sich auf einer mittleren Höhe von 800 m ein Vulkankegel an den anderen; verborgen in den Senken liegen kleine Seen. Mit einem Alter von rund 300.000 Jahren ist Pico die jüngste Azoreninsel. Sie besteht aus dem dominierenden Schichtvulkan im Westen und dem älteren Vulkanrücken im Osten. Mit seinen bis zu 40 Grad steilen Hängen gilt der Pico als typischer Schichtvulkan. Vermutlich förderte der Schlot ziemlich zähflüssige Lava, die nicht weit floss, ehe sie erkaltete und erstarrte; auf diese Weise konnte um den Schlot herum allmählich der steile Vulkankegel entstehen. Die Schwefelausgasungen auf der Spitze zeigen, dass der Pico ein schlafender Vulkan ist, der jederzeit wieder ausbrechen kann. Der Hauptkrater (Pico Grande) besitzt einen Durchmesser von über 500 m und fällt auf der Innenseite rund 30 m schroff ab - ein beeindruckender Anblick. Auf dem Kraterrand erhebt sich der steile, rund 50 m hohe Lavakegel des Piquinho. Von der Spitze bietet sich ein atemberaubender Blick auf alle Inseln der Mittelgruppe. (Die Inseln der Ost- und Westgruppe sind aufgrund der Erdkrümmung auch bei guter Sicht von hier nicht erkennbar.) Der Westen und die Mitte der Insel waren bis in historische Zeit von Vulkanausbrüchen betroffen. Hier hat sich auch 1718 auf 1300 m Höhe an den Hängen des Pico die jüngste Eruption ereignet. Der Lavastrom floss nach Norden und erreichte bei Santa Luzia die Küste. Auf solchen felsigen jungvulkanischen Lavadecken, genannt mistérios („Mysterien, Geheimnisse"), konnte sich bisher kaum eine Bodenkrume bilden. Auf den feuchtwarmen Azoren erobert die Natur solche Gebiete jedoch binnen weniger Jahrhunderte, da die genügsamen Pflanzen in dem verwitternden Gestein genügend Nährstoffe und Wasser zum Gedeihen finden. Ältere mistérios sind daher mit Wald bedeckt. In niedrigeren Höhenlagen, gerade auch in Küstennähe, haben die Menschen jedoch keine Mühe gescheut, mistérios in Kulturland umzuwandeln. Alle herumliegenden Lavabrocken in dem felsigen Gelände wurden zu Steinmäuerchen und bisweilen sogar zu Lesesteinhaufen (maroiços, an den westlichen Pico-Hängen bis zur Küste hinab) zusammengetragen. Durch das labyrinthische Gewirr der Mauern entstanden kleine geschützte Gevierte (curais). In diesen sogenannten Lavagärten werden insbesondere Wein (bis maximal 100 m Meereshöhe), aber auch Feigen und anderes Obst (bis 300 m Meereshöhe) kultiviert. Oberhalb der Obstbauzone schließt sich saftiges Weideland an. Die Besiedlung der Insel, die ursprünglich São Luís hieß, begann um 1460 im Süden der Insel bei der heutigen Ortschaft Lajes. Hier gingen die ersten Siedler an Land, wohl angelockt von der geschützten Bucht. Lajes do Pico war über Jahrhunderte ein Zentrum des Walfangs, der für die ganze Insel Pico von großer wirtschaftlicher Bedeutung war. Die Männer von Pico galten als ganz besonders mutige Walfänger; Herman Melville hat ihnen in seinem Roman „Moby Dick" ein literarisches Denkmal gesetzt. Heute kann man an Schiffsausflügen zur Walbeobachtung (whale watching) teilnehmen, die vor Ort von verschiedenen Veranstaltern angeboten werden. Rund 15.000 Bewohner leben auf Pico.

 

 

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São Jorge

Sao Jorge Azoren                     




                                                                       38°38'N 28°03W

Mit hohen, grünen Steilküsten erhebt sich São Jorge („Sankt Georg") aus dem Meer. Ganze 56 km lang, aber nur maximal 8 km breit ist die 244 qkm große Insel, die auch „Ilha do Dragão" (Dracheninsel) genannt wird - einmal wegen ihrer lang gestreckte Form, aber auch, weil der heilige Georg, der Drachentöter, Schutzpatron der Insel ist. Sein Fest wird alljährlich am 23. April in Velas gefeiert. Wie an einer Perlenkette aufgereiht sind die Vulkankegel auf dem sanft gewellten Hochland, das sich im Mittel auf 700 m Meereshöhe erstreckt. Nahezu unvermittelt fallen die Steilküsten über rund 300 Höhenmeter ab - ein atemberaubender Anblick. São Jorge hat 9500 Einwohner. Fast alle Ortschaften liegen am Fuße der Steilwände auf schmalen, fächerförmigen Küstenebenen (fajãs) und sind teilweise bis heute nur auf Pfaden erreichbar. Die nahezu unbesiedelte Hochfläche ist vor allem im Winter oft in Nebel gehüllt. Fajãs sind kleine Küstenniederungen am Fuße von Steilküsten. Besonders spektakulär sind die fajãs von São Jorge, gibt es hier doch 46 an der Zahl (30 an der Nord- und 16 an der Südküste), aber auch auf anderen Azoreninseln kommen sie vor. Sie entstehen entweder durch gewaltige, von Beben ausgelöste Erdrutsche (z.B. Fajã do Santo Cristo) oder durch Lavaströme, die sich ins Meer ergießen (z.B. Fajã do Ouvidor). Auf diesen Küstenniederungen liegen kleine Weiler; in den Gärten werden Tropenfrüchte und Gemüse angebaut. Auf manchen fajãs gibt es sogar einen kleinen See, der von einem die Klippen herabstürzenden Flüsschen gespeist wird. Die meisten dieser abgelegenen Weiler wurden in den 1980er Jahren (insbesondere nach dem zerstörerischen Erdbeben von 1980) aufgegeben, da sie nur über Fußwege erreichbar waren. Durch den Bau neuer Straßen (und leider auch durch die Erreichbarkeit mit Quads, die die alten Fußwege befahren) wurden einige Ansiedlungen wiederbelebt und alte Häuser renoviert, die jetzt zumeist als Ferienhäuser genutzt werden. Neben den grandiosen landschaftlichen Reizen bietet São Jorge - wie keine andere Insel der Mittelgruppe - hinreißende Ausblicke auf die Nachbarinseln. Alte Pfade zu den fajãs und neu angelegte Schotterwege auf der Hochfläche ermöglichen einige der schönsten Wanderungen auf den Azoren.

 

 

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Graciosa

Graciosa Azoren

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                           39°03'N 28°00'W

Graciosa, die „Liebliche", ist mit 61 qkm die zweitkleinste und mit einer maximalen Höhe von 402 m am Caldeirarand die niedrigste Azoreninsel. Das Fehlen größerer Erhebungen erklärt die relative Niederschlagsarmut; die Wahrscheinlichkeit, sonnige oder zumindest regenfreie Tage genießen zu können, ist auf Graciosa höher als auf den übrigen Inseln der Mittelgruppe. Sanft ansteigende Bergrücken sowie flache Kuppen prägen ihr Landschaftsbild. Zwischen den Bergrücken der Serra Branca, Serra Dormida und Serra dos Fontes im Inneren Graciosas liegen weite Hochtäler mit sanft abfallenden, terrassierten Hängen. Die Serra Dormida („Schlafender Bergrücken") kulminiert im Pico Timão, dem mit 398 m zweithöchsten Gipfel der Insel. Auf der Serra Branca steht eine Windkraftanlage.

Gerade einmal 4800 Bewohner zählt Graciosa. Aufgrund des relativ trockenen Klimas sind die Dörfer über die ganze Insel verstreut und nicht auf die Küste beschränkt. Das fruchtbare Land wird überwiegend ackerbaulich genutzt und ist von zahlreichen Steinmäuerchen unterteilt. Zum Reiz der Landschaft tragen auch die Windmühlen mit ihren roten Hauben bei. Die kleine gepflegte Hauptstadt Santa Cruz verrät, warum Graciosa den Beinamen Ilha Branca - Weiße Insel - trägt: traditionell werden die Häuser weiß getüncht.

Im Südosten der Insel liegt die Caldeira, ein großer Vulkankrater, der in seinem Innern eine besondere Attraktion birgt: Hier liegt die Furna do Enxofre („Schwefelhöhle"), auch Furna da Caldeira genannt, eine gewaltige Grotte mit einem unterirdischen Kratersee.

 

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Flores

Flores Azoren

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                              

                                                                      39°27'N 31°11'W

Flores und Corvo, die Westgruppe der Azoren, bilden die westlichsten Vorposten Europas im Atlantik. Eigentlich gehören die beiden Inseln sogar schon zur Neuen Welt, denn geologisch gesehen sitzen sie auf der Amerikanischen Platte und wandern so allmählich gen Westen. Rund 4000 Einwohner hat die 141 qkm große Insel Flores, die ihren Namen („Blumen") der Üppigkeit seiner Pflanzenwelt verdankt. Nicht von ungefähr wächst und gedeiht alles besonders intensiv. Eben noch strahlender Sonnenschein, plötzlich ein kurzer Regenschauer, dann ziehen die Nebel ab und die Landschaft funkelt in unzähligen Grüntönen, aus denen sich das Blauviolett der blühenden Hortensien hervorhebt. Flores ist die feuchteste Azoreninsel, was sich nicht nur an den Niederschlagswerten, sondern auch an der hohen Luftfeuchtigkeit zeigt. Für gewisse Wetterkapriolen, die auch schon mal die SATA warten lassen, ist die wildromantische Naturlandschaft aber mehr als Entschädigung. Dramatische Küsten, tief eingeschnittene Täler, unwegsame Hochmoore und steil abbrechende Felswände, an denen Wasserfälle hunderte von Metern herabstürzen, wechseln einander ab, unterbrochen von bizarren Felsformationen wie den Basaltsäulen der Rocha dos Bordões. Ursache für diese Vielgestaltigkeit ist die besondere geologische Struktur von Flores, denn anders als auf den übrigen Azoren herrscht basaltisches Gestein vor. Der größte Teil der Insel besteht aus Gesteinen, die über 2 Millionen Jahre alt sind; jünger ist der Süden und Westen der Insel. In den zahlreichen Kratersenken des zentralen Hochlandes, das sich auf durchschnittlich 500-600 m Meereshöhe erstreckt, liegen zauberhafte Seen von stiller Schönheit, die bei dem hier oft herrschenden Nebel fast ein wenig unheimlich wirken.

 

 

 

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Corvo

Corvo Azoren

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                    39°42'N 31°06'W

Corvo (wörtlich „Rabe", gemeint ist der Kormoran, Corvus marinus) ist die kleinste und ruhigste Azoreninsel - ein einziger grüner Vulkankegel, der verloren im weiten Ozean zu schwimmen scheint. Im Süden, wo die Küste flach ausläuft, liegt Vila do Corvo, die einzige Ansiedlung der Insel. Knapp 500 Menschen leben hier. Das Gefühl von Abgeschiedenheit, das alle Besucher der Insel ergreift, wird beim Blick in den phantastischen Krater noch vom Eindruck des Unwirklichen übertroffen. Kein Zweifel, wer Flores besucht, sollte den Tagesausflug nach Corvo unbedingt einplanen.

 

 

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